Der Schulhof der Gesamtschule im Standort Bracht als Comic

Die Gesamtschule Brüggen - Februar

wichtige Termine in nächster Zeit

  • 12.02.: Rosenmontag
  • 13.02.: beweglicher Ferientag
  • 14.02. + 15.02.: Anmeldung künftige EF
  • 19.02. - 28.02.: Fachkonferenzen
  • 27.02.: LSE 8 Deutsch
 
Anmeldetermine zukünftige EF:
Am Mittwoch, den 14.02 von 15:30 - 19:00 Uhr in Brüggen und
am Donnerstag, den 15.02 von 15:30 - 19:00 Uhr in Brüggen
 
 

 

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AG Robotik goes FLL

Vorab möchten wir an dieser P1220217
Stelle dem Förderverein der
Gesamtschule Brüggen
danken, denn dieser hat uns
durch seine finanzielle
Unterstützung die Teilnahme
am Wettbewerb (Teilnahmebeitrag
und Kosten des Spielfeldes) ermöglicht.
Zwei Monate lang hat sich das
neugegründete offizielle
Roboter Team >Brüggen Robotics<
der Gesamtschule auf den Wettkampf vorbereitet. Dazu wurden unzählige Zusatztermine Freitagnachmittags, Samstag vormittags und in den Abendstunden absolviert. Am Ende waren die Schüler manchmal erst um 19:30 Uhr zum nach Hause gehen zu bewegen.
Am 28.11. war es dann soweit: Das Team hat mitsamt einiger Eltern und ihrem Coach Herrn Kucharek den weiten Weg nach Recklinghausen zur Bernard-Overberg-Realschule auf sich genommen, um am offiziellen Lego-Wettbewerb der First Lego League FLL teilzunehmen.

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Was ist die FLL?

Die First Lego League ist ein Förderprogramm, das Kinder und Jugendliche in einer sportlichen Atmosphäre an Wissenschaft und Technologie heranführen möchte, um ihnen den Zugang zu naturwissenschaftlichen Fächern zu erleichtern und sie frühzeitig für einen Ingenieur- oder IT-Beruf zu motivieren.

Der FLL-Wettkampf wird regional an verschiedenen Schulen durchgeführt, und man kann sich für Semi-Finals und Finalwettbewerbe qualifizieren, wenn das Team genug Punkte erworben hat.

Punkte werden neben den Aspekten Teamwork, Design und Forschungspräsentation hauptsächlich im sogenannten „Robot Game“ erworben. Beim Robot Game entwickeln die Teams im Vorfeld des Wettbewerbs einen Roboter auf Basis des Systems „LEGO Mindstorms (EV3)“. Dieser wird vom Team programmiert und muss selbstständig mehrere Aufgaben lösen. Beim Wettbewerb hat jedes Team pro Durchlauf 2 ½ Minuten (150 Sekunden) Zeit, um möglichst viele der kniffligen Aufgaben auf einem ca. 3,5 m2 FLL-Spielfeld mit Aufbauten aus Legosteinen zu lösen. Schiedsrichter bewerten das Robot Game und achten auf die Einhaltung des Regelwerks.

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Der Wettkampftag

Nach den 8 Wochen Vorbereitungszeit und vielen schlaflosen Nächten voller Legosteine im Kopf ging es dann um kurz vor sieben Uhr morgens mit der Abfahrt nach Recklinghausen los. Vor Ort wartete ein spannender, nervenaufreibender Tag auf die zwölf Teammitglieder. Die Mitglieder mussten zunächst im Roboterdesign ihren Roboter präsentieren und die technischen Hintergründe und die Programmierung der Maschine erläutern. Der aktuelle Roboter des Teams heißt „Buzz Aldrin“ und hat diverse Werkzeuge, die je nach Mission an den Roboter angebaut werden, um ihm die Erledigung verschiedener Aufgaben zu ermöglichen. Nach dem Robotdesign musste sich das Team im Robot Game Round I beweisen. Dabei erzielten Annalena L. (7a) und Jan E. (7c) einen recht guten Punktestand von 219 Punkten, wobei einzelne Aufgaben leider nicht geklappt haben.

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Im Anschluss an das Robot Game folgte die Teamaufgabe. Bei dieser muss das Team eine Aufgabe meistern, die mit der Robotik wenig zu tun hat. Es geht mehr um den Teamgeist und den Zusammenhalt. Die Juroren hatten sich eine Aufgabe ausgedacht, „…bei der ein zwölfköpfiges Team schon recht in Schwitzen kommt“, wie uns Lukas C. (7d) mitteilte. Ein Zollstock sollte ausgeklappt werden und gemeinsam möglichst waagerecht auf den Boden gelegt werden. Dabei durfte der Zollstock nicht zu Boden fallen oder zu steil gehalten werden. „Wir hatten schon von Anfang an das Problem, den Zollstock alle überhaupt zu berühren weil so wenig Platz am Zollstock war. Da waren die Teams, die nur zu viert sind, schon sehr im Vorteil“, gab Lasse D. (8d) an.  

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Im Anschluss an die Teamaufgabe folgte die zweite Runde des Robot Game mit Maximilian H. und Justus R. als Techniker. „In dieser Runde lief für uns vieles glatt, wir konnten viele Punkte holen!“, so Maximilian H. (8). Die Programmierung des Roboters wurde in der Zwischenzeit geringfügig geändert um einen strategischen Vorteil zu haben. Dies brachte dem Team eine solide Anzahl von 281 Punkten und damit Platz 4 in der zweiten Runde.

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Nun folgte mit dem Forschungsauftrag ein weiterer Baustein. Die Schüler sollten in den Wochen zuvor eine Forschungsfrage bearbeiten und sich Gedanken zur Lösung der Frage machen. Das Team hatte sich schwerpunktmäßig auf „Müll in den Meeren“ gestützt und dazu namhafte Experten befragt, die sehr gewissenhaft und umfangreich die Fragen unserer Schüler beantwortet hatten. Leider gab es bezüglich der Regeln ein Missverständnis, so dass die von den Schülern vorbereitete Präsentation deutlich umfangreicher war, als erlaubt gewesen wäre. So konnten die Schüler letztendlich die umfangreiche Präsentation vor Ort leider nur in Teilen vorführen somit den verdienten Lohn für die Mühe, die sie sich gemacht hatten, nicht vollständig einfahren.

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Nach einer kurzen Verschnaufpause, in der das Team kostenlos von der gastgebenden Schule mit Pommes und Currywurst verpflegt wurde, folgte die letzte und spannendste Runde im Robot Game. Das Team hatte den Roboter und die Programmierung an wichtigen Stellen verbessern können und war nervös, ob alles funktionieren würde. Zwischenzeitlich waren Teile von den Werkzeugen abgebrochen und mussten erneut angebaut werden. Dazu wurde eine Skype-Liveschaltung zur heimatlichen Gesamtschule durchgeführt, um mit Herrn Heptner im Informatikraum zu kommunizieren, der Detailfotos von Buzz Aldrin gemacht hatte. Gewappnet und gestärkt ging es zur letzten Runde.

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Leider zeigten sich die verheerenden technischen Probleme erst unmittelbar vor dem Match. Das Team hatte sich aufgrund eines leeren Akkus kurz vor dem Match dazu entschlossen, den Akku doch noch zu tauschen. Der Robot Buzz Aldrin ist aber so gebaut, dass dazu die Kabel der Motoren und Sensoren vom Robot abgelöst werden müssen. Offenbar gab es leider beim erneuten Ankabeln der Motoren und Sensoren Verwechslungen. Diese führen letztendlich dazu, dass im Game selbst bestimmte Motoren gar nicht und andere stattdessen bewegt wurden. Leider konnten so zahlreiche Aufgaben nicht vollständig erfolgreich absolviert werden. Am Ende kam es dennoch zu stabilen 237 Punkten.

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Siegerehrung und Fazit

Mit diesem Game endete der offizielle Teil für unser Team. Denn nach einer Rechenphase konnte ermittelt werden, dass wir insgesamt zu wenige Punkte hatten, um bei der Vergabe um Platz 3 und 4 oder höher erneut antreten zu müssen. Die Berechnung ergab als Endergebnis im Robot Game den 6. Platz von 12 teilnehmenden Schulen. Das machte uns aber nichts aus, denn getreu dem olympischen Gedanken macht es auch Spaß, dabei zu sein und auch Spaß, andere Teams anzufeuern und deren Roboter in Aktion zu sehen. Abgesehen davon hatten wir im Leben nicht mit diesem Endergebnis gerechnet.

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Final bleibt zu sagen: Der Tag verlief atemberaubend, wie eine regelrechte Achterbahnfahrt der Gefühle. Es gab sehr stressige Momente und sehr tolle Momente. Man kann mit Fug und Recht sagen, dass am Ende der acht Wochen ein Team entstanden ist, das in vielen Momenten einen tollen Zusammenhalt und Teamgeist bewiesen hat, gleich, welche Punktzahl am Ende herausgekommen ist.

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Nach einer Stunde Heimfahrt kamen wir nach 12 Stunden Wettkampf um kurz nach 19 Uhr wieder in Bracht an. Wir stellten uns kurz im Kreis auf, betrachteten unsere Medaillen und riefen nun am Ende der acht Wochen schon ein wenig stolz auf unser Team und den erzielten 6. Platz im Robot Game unseren neuen Teamruf: „Brüggen Robotics“!

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