Der Schulhof der Gesamtschule im Standort Bracht als Comic

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Stellungnahme zum russischen Angriff auf die Ukraine

Liebe Schülerinnen und Schüler,
liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,
liebes Kollegium,

zum ersten Mal seit über 80 Jahren, seit dem Überfall Deutschlands auf die Sowjetunion 1941, gibt es einen Angriffskrieg in Europa: Russland hat seinen Nachbarn, die Ukraine, überfallen. Das beruhigende Gefühl von Sicherheit und Frieden, das wir in den größten Teilen Europas über viele Jahre und Jahrzehnte genießen konnten, ist von russischen Panzern in wenigen Stunden buchstäblich zerschossen worden.

In diesem schrecklichen Krieg wurden schon jetzt Tausende von Menschen verletzt, traumatisiert, vertrieben oder getötet – Ukrainer wie Russen. Denn nicht nur in der Ukraine, auch in Russland weinen Mütter nun um gefallene Söhne, Frauen um gefallene Männer und Schwestern um gefallene Brüder. Dazu kommen immer mehr unschuldige Zivilisten. Der Krieg kennt keine Sieger – der Krieg kennt nur Verlierer!
Aber: Das Mitgefühl mit den Opfern dieses Krieges ändert nichts an der ebenso grundsätzlichen wie unstrittigen Analyse, dass es sich um einen nicht provozierten und feigen Angriffskrieg handelt. Nichts kann diese Aggression rechtfertigen – auch nicht, dass Russlands Sicherheitsinteressen in der Vergangenheit eventuell nicht immer angemessen berücksichtigt worden sind.

Dabei ist es sehr wichtig festzuhalten, dass es nicht „die Russen“ sind (und schon gar nicht die bei uns lebenden Mitmenschen mit russischem Pass oder russischen Vorfahren), die diesen Krieg vom Zaun gebrochen haben, sondern ausschließlich der russische Diktator Putin und seine skrupellose Machtelite. Kinder aus zahlreichen Völkern, mit Pässen oder Vorfahren aus vielen Ländern und Nationen besuchen unsere Schule. Es muss schulisch unser vordringliches Ziel sein, dass an der Gesamtschule Brüggen alle Menschen ohne Unterschied weiterhin in Frieden, Freiheit und Sicherheit lernen, arbeiten und leben können.

Die allermeisten von uns haben noch nie Krieg erlebt, kennen ihn zum Glück nur aus den Medien oder aus Erzählungen. Natürlich aber bekommen unsere Kinder die aktuellen Ereignisse mit, und daher ist es wichtig, in den Familien und in den Klassen den Ukraine-Krieg zu thematisieren, um den Kindern die Möglichkeit zu geben, über ihre Ängste und Sorgen zu sprechen.

Ich rufe Sie auf, nehmen Sie Stellung, gehen Sie zu Friedensgebeten und Mahnwachen, zeigen Sie Ihre Solidarität mit den Menschen in der Ukraine und unterstützen Sie die vielen Flüchtlinge mit Spenden - zum Beispiel durch Sachspenden, zu denen auch unsere SV aufruft.

Wir leben offensichtlich in schwierigen Zeiten: Die Corona-Pandemie, die Klimakrise und nun auch noch der Ukraine-Krieg. Getreu unserem Schulmotto wollen wir aber weiterhin mit Kopf, Herz und Hand auf die Zukunft blicken und diese zum Wohle aller mitgestalten.

In der Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende in der Ukraine und mit den besten Wünschen für uns alle

Heiko Glade, Schulleiter

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