Der Schulhof der Gesamtschule im Standort Bracht als Comic

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Premiere der Theatergruppe oder: „Vorhang auf – Kopf ab“

Vorhang auf, Bühne frei und natürlich „Kopf festhalten“, hieß es im Dezember. Die Theatergruppe „The English Theatre Group“ der Gesamtschule Brüggen präsentierte ihre Interpretation von Lewis Carrolls „Alice’s Adventures in Wonderland“. Mit rund 300 Zuschauern an zwei Tagen feierten 30 Schauspieler, 30 Musiker, 10 Tänzer und 5 Fahnenschwenker ihre Premiere.

Kurz vor der Aufführung hinter dem Vorhang: „Sind die Leute alle wegen uns hier?“ „Ja, alle sind gekommen um euch spielen, singen und tanzen zu sehen.“ „Echt? Na, dann hat sich die ganze Arbeit ja richtig gelohnt.“ - Und gearbeitet haben die Mitglieder der Theatergruppe intensiv. Über ein Jahr lang hieß es jeden Freitag „Noch mal“ oder „Stopp, auf ein Neues“ und manchmal auch „Schluss mit der Rumalberei! Konzentration, Contenance und von vorne!“ Ja, es ist nicht immer ganz leicht auf den Brettern Brachts zu stehen, wie die Schauspielerinnen Paula und Cora (8a) zu berichten wissen:

Alles begann nach dem Bunten Abend. Hier haben wir „Romeo und Julia“ gespielt. Als erstes haben wir uns am Freitag danach in der 5./6. Stunde wieder getroffen und direkt besprochen, welches Stück wir als nächstes spielen wollen. [Anmerkung der AG-Leitung: lieber Leser, stelle dir dazu ungefähr 25 Teenager vor, die energiegeladen wild durcheinander Vorschläge durch den Raum schreien, während einer versucht, die Ideen an der Tafel festzuhalten; aber das nur nebenbei.] Wir entschieden uns für „Alice im Wunderland“. Alle freuten sich auf ein großes Casting. Die Jury in diesem Casting waren wie immer alle Mitglieder der Theatergruppe. Wer neu bei uns mitmachen möchte, muss sich mit einem Vorspiel bewerben. Dadurch haben wir viele Neulinge dazu bekommen, die natürlich sehr begabt sind. In der nächsten Woche fingen wir schnell und fleißig an zu proben. Naja, wir mussten zwar ab und zu Konflikte lösen, weil wir nicht immer einer Meinung waren, aber das geht normalerweise schnell. Es ist jetzt nicht so, dass wir uns streiten, aber wir dürfen während der Proben unsere eigenen Ideen einbringen, das Stück verändern und unsere Rolle mitentwickeln. Trotzdem soll die ganze Gruppe entscheiden, was wir am Ende aufführen.

Gute Stimmung bei den Proben

Die ersten Proben und Textveränderungen machen wir immer im Klassenraum. Als wir dann endlich auf die Bühne in Bracht durften, ging es richtig los. Wir haben viel rumgealbert – wir sind ja auch zum Spaß hier – und haben viele Dinge nicht mehr so ernst genommen, bis Frau Jürgens uns gebändigt hat. Wir haben dann nach den Proben noch viel über unser albernes Verhalten gelacht. Einige von uns, die Hauptdarsteller, hatten sehr viel Text zu lernen und brauchten ihre Zeit dafür, doch am Ende hat alles bestens funktioniert. Schließlich helfen wir uns gegenseitig beim Auswendiglernen, und am Ende kann sowieso jeder den gesamten Text auswendig, so dass auch das Kaninchen die Rolle von Alice, Alice die Rolle der Grinsekatze oder Hutmacher und Märzhase die kleine Raupe spielen könnten.

Anfang Dezember war es dann endlich soweit. Am Freitag und Samstag hatten wir unseren eigenen Theaterabend, den allerersten überhaupt. Wir hatten alle sehr viel Spaß und haben zusammengehalten, so dass hinter dem Vorhang zwar etwas Chaos herrschte, aber auf der Bühne alles prima lief: die Schauspieler konnten ihren Text, die Band spielte im richtigen Moment und die Tänzer haben keinen Schritt vergessen. Selbst wenn es einen Texthänger gegeben hätte oder sich die Band verspielt hätte, dann wäre das bestimmt nicht schlimm gewesen. Wir machen das ja alles in unserer Freizeit, und im Publikum saßen viele Familienmitglieder und Freunde, die uns immer unterstützen. Das haben wir am Applaus gemerkt. Jetzt planen wir schon für unser nächstes Stück: Die Schöne und das Biest.

Die Theatergruppe plant ihren nächsten Auftritt im Dezember 2017. Wenn du dabei sein möchtest, dann schau regelmäßig auf das schwarze Brett im Forum, wann das nächste Casting stattfindet. Wir suchen neben Schauspielern auch Tänzer und Kulissenbauer, denn alle Kulissen und zum Teil die Kostüme basteln und nähen wir selbst. Und an alle Eltern: falls Sie Freude daran hätten, uns beim Nähen, Kulissenbau oder anderweitig zu unterstützen, dann melden Sie sich doch bei uns. Wir können es nämlich kaum erwarten, wieder die Bühne zu stürmen.

Finale in der Kulturhalle

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