Der Schulhof der Gesamtschule im Standort Bracht als Comic

Die Gesamtschule Brüggen - Juli

Wichtige Termine in nächster Zeit

  • 02.07.: Zeugniskonferenzen
  • 08.07.: Jg. 5 - 8: Schülerehrungen
  • 08.07.: Unterrichtsschluss nach der 4. Stunde
  • 08.07.: Verabschiedung des Schulleiters Herrn Jöres (15:00 Uhr)
  • 09.07.: Jg. 5 - 8: Schülerehrungen
  • 09.07.: Lehrerkonferenz II/3
  • 10.07.: Tagesausflüge
  • 11.07.: Jg. 8: Umzug nach Brüggen
  • 12.07.: Zeugnisausgabe
  • 13.07. - 27.08.: Sommerferien

Startseite

Klassenfahrt 10d auf dem Ijsselmeer

Männer über Bord

Montag, 8.10.2018: Ankunft und Fahrt nach Enkhuizen

Treffen um 6:45 in Brüggen, Abfahrt um ca. 7:00 Uhr
mit unzähligen Taschen, einem kleinen Fernseher,
einer Playstation und diversen Vorratskisten
mit unter anderem 9 kg gegrillten Hähnchenschnitzeln.
Die zwei Stunden Busfahrt verliefen bis auf eine kleine Kollision, bei der der Außenspiegel des Busses
beschädigt wurde, ohne Probleme.

 

 

Die Schüler in den hinteren Reihen starteten eine Disco und verwandelten damit den Bus in einen Party-Bus, in dem ein buntes Musikprogramm von AC/DC über Spice Girls bis hin zu Schlagermusik lief. So kamen wir dann um kurz vor 10 in Kam-pen an und fanden alsbald unser Schiff, die Antoinette.
Der Skipper, Stephen S., ein langhaariger, schlanker Jesus-Typ mit Zahnlücke, hatte am Vortag ei-nen Matrosen entlassen und erhielt neue Unterstützung durch Theo, einem alten Seebär in den Fünfzigern. Schnell wurde eine Menschenkette gebildet und die unzähligen Vorräte, Taschen und Schlafsäcke in das Schiff verladen. Dann bezogen wir die Zimmer und mussten feststellen, dass auf einem Schiff gar nicht so viel Platz ist wie gedacht. Das Interieur der Antoinette sah durch Holz und nautische Details sehr stimmungsvoll aus, und man hatte sogleich das Gefühl, eine Zeitreise zu machen. Nach einer Einführung durch Stephen und Theo, was die korrekte Knotentechnik anging, fuhren wir – zunächst mit Motor - los, um den Bereich um Kampen zu verlassen und das eigentliche Ijsselmeer zu erreichen.
Nach der Schleuse setzten wir dann endlich die Segel. Dazu wurden diverse Leinen gelöst, und das schwere Segel wurde an einer großen Winde mit dem Baum hochgezogen. Hierfür wurden zahlreiche Menschen benötigt, die zeitgleich an den Seilen ziehen mussten. Die Segel füllten sich mit Wind und wir segelten zunächst nach Enkhuizen.
Auf dem Weg legten sich manche von uns in das Frontnetz am Bug des Schiffes, während andere unter Deck Karten spielten oder versuchten ein Seilrätsel zu lösen, das zwei Leute miteinander an den Handgelenken verband. Kurz vor Enkhuizen ankerten wir, und ein paar ganz wagemutige wagten den Sprung ins kalte Meer. Die Kochgruppe des Abends bereitete die mitgebrachte Bolognese-Sauce für die Nudeln vor und wir aßen gemeinsam zu Abend. Danach durften wir von Bord gehen und uns die Beine im Ort vertreten und im Dunkeln die Sehenswürdigkeiten der wunderbaren Stadt begutachten. Am Abend gab es eine kleine Disco im Gemeinschaftsraum, und die mitgebrachte Discokugel brachte mit dem Macarena-Song eine ausgelassene Stimmung in die Runde.

Unter Deck
Dienstag, 9.10.2018: Segeln nach Hoorn und Stadtrundgang
Am Morgen wurden wir durch Mr. K. mit dem Song „Guten Morgen Sonnenschein“ von Nana Mouskouri geweckt, was uns sehr verstörte. Er schien, obwohl es so früh war, sehr gute Laune zu haben, was wir umso ärgerlicher fanden.
Nachdem die eingeteilten Gruppen sich um Frühstück, Reinigung der Nasszellen, saugen der Flure und den Abwasch gekümmert hatten, legten wir gegen 10:00 Uhr ab und segelten kreuzend gegen den Wind. Erneut wurde das Frontnetz ausgeklappt, sodass wir uns hineinlegen konnten. Zur Mittagszeit gab es täglich eine Suppe. Das Wetter war während der gesamten Fahrt unglaublich gut, sodass wir sogar schwimmen gehen konnten. An einem langen Tau konnten wir ins Wasser springen - verdammt kalt war es dennoch. Am späten Nachmittag kamen wir gegen 17:00 Uhr in Hoorn, einem der schönsten Orte am Ijsselmeer, an. Es ist eine große Stadt, in der es viele Geschäfte gibt. Die Kochgruppe des Tages hatte sich jedoch sehr viel vorgenommen, und so mussten 9 kg Hähnchen nach und nach in der Pfanne angebraten werden, während ein riesiger Topf Kartoffelpüree, sowie Erbsen mit Möhren und 3 Liter Sauce zubereitet wurden. An dieser Stelle wurde es in der Küche eng, und als Miriam H. sich kurz verbrannte und der Topf mit den Erbsen und Möhren auf den Boden aufschlug und seinen Inhalt in der Küche verteilte, war die Stimmung kurzzeitig am Tiefpunkt. Aber mit vereinter Kraft gelang es uns, dieses Missgeschick zu lösen, und so hat es am Ende doch allen geschmeckt.

Im Netz

Mittwoch, 10.10.2018: Segeln, Schwimmen und Rückkehr nach Hoorn.
Der Ort Hoorn hatte uns so gut gefallen, dass wir uns entschieden nach einer Segeltour mit Schwimmen erneut dorthin zu fahren. Da an diesem Tag jedoch nahezu kein Wind zu messen war, trudelten wir im absoluten Bummeltempo über das Wasser. Viele nutzten die Zeit für ein Sonnen-bad. Als wir schließlich ankerten, ließen sich viele Schüler zu einem Sprung ins Meer motivieren. Die warmen Temperaturen an Bord täuschten kurzzeitig über die Wassertemperatur hinweg. Hoorn erreichten wir erst gegen 16:30 Uhr, sodass die Museen leider schon geschlossen hatten. Um dafür aber mehr Zeit im Ort zu haben, warfen wir kurzerhand den Essensplan um und aßen an diesem Tag Hot Dogs. Später schauten wir dann noch gemeinsam zwei Filme im Aufenthaltsraum.

Doppelter Palstek
Donnerstag, 11.10.2018: Segeln nach Urk und Lagerfeuer
Nach einem langen Segeltörn, bei dem wir das Ijsselmeer einmal kreuzten, kamen wir endlich in Urk an und waren froh, uns wieder mal die Beine vertreten zu können. Das Dorf war erstaunlich kulturell und der Supermarkt schnell erreicht. Nachdem wir uns für den letzten gemeinsamen Abend mit gefühlt einer Tonne Süßkram bewaffnet hatten, gingen wir zurück zum Schiff und wur-den schon von dem von Lukas C. zubereiteten Geheimrezept-Toast begrüßt. Leider hatte unser sehr geehrter Lehrer Mr. K. nicht so gute Laune wie wir und war nur am Schmollen (was können wir denn dafür, wenn alle Hunger haben und deswegen nicht gemeinschaftlich essen wollen).
Doch Stephen rettete den letzten Abend und zeigte uns eine Stelle am nahegelegenen Strand, an der wir ein Lagerfeuer machen konnten. Frau Blauen hatte vorher Stockbrotteig zubereitet, und so saßen wir am Feuer, drehten Stockbrot und genossen die letzten Stunden unserer Klassenfahrt, indem wir unserer Erlebnisse noch mal Revue passieren ließen.

Segeln ist Teamwork

Freitag, 11.10.2018: Aufräumen und Abfahrt nach Hause
Der Tag der Heimreise begann wie alle anderen mit dem Wecken um 08:00 Uhr. Da die Nacht kurz gewesen war, fand das Frühstück in relativer Stille statt. Schon bevor wir gegen 11:00 Uhr ablegten, waren alle Koffer und Taschen gepackt und der größte Schmutz beseitigt. Von Urk aus fuhren wir nur mit Motorleistung zur großen Brücke, die das Ijsselmeer vom Kanal nach Kampen trennt. Die ca. zweistündige Fahrt wurde hauptsächlich unter Deck mit Kartenspielen, Musikhören, Chillen, Tanzen und den letzten Duellen an der Playstation verbracht. In Kampen wieder angekommen wurde das Schiff schnellstmöglich leergeräumt und alles in den Bus geladen, ehe wir die endgültige Heimfahrt nach Brüggen antraten.
Abschließend lässt sich festhalten, dass das Wetter es unfassbar gut mit uns gemeint hatte, denn wir hatten in der ganzen Woche keinen Tropfen Regen und tagsüber beinahe ausschließlich nur strahlenden Sonnenschein. Aber wenn das jemand verdient hatte, dann natürlich wir.
Auch wenn nicht bei allen die absolute Begeisterung fürs Segeln ausgebrochen ist und manche Anweisungen auch sprachlich nicht immer einfach zu verstehen und umzusetzen waren, so hat die Woche uns doch wieder näher zusammengebracht und gezeigt, was man im Team erreichen kann. Schön war es, zu erleben, wie die üblichen Grüppchen sich auch wieder für andere Konstellationen öffneten und es auf einmal egal war, wer neben einem am Seil gezogen hat.

Lara Ludwigs, Sandrine Pover, Simon Rehberg (alle 10d), R. Kucharek

Aktuelle Seite: Startseite Klassenfahrt 10d auf dem Ijsselmeer